May 18, 2007

Neue Chance für Nepal




Neue Chance für Nepa

Originally uploaded by daniela.singhal.

Das war vielleicht ein großes Hallo! Jetzt war der Nepaltag in Bonn. EIn Tag zu dem die Deutsch- Nepalesische Gesellschaft eingeladen hatte. Ein Verein, der unglaubliche 800 Mitglieder hat (jedoch leider in ein paar Jahren ausgestorbern sein wird, da diese Mitglieder im Durchschnitt 60 Jahre alt sind). Und sogar Helmut, mein Chef vom DED in Nepal war da. Und Sumed kam. Und Anichoying. Und sogar der nepalesische Botschafter. Und die haben dann alle über die Zukunft Nepals diskutiert. Wann werden die Wahlen denn nun endlich stattfinden? Wird sich Prachanda mit einer Minderheitenregierung zufrieden geben? Was ist mit dem Konflikt im Terrai?

Und Karl Kölle war sogar auch da! Der unglaubliche Mann aus dem Allgäu, der mit 75 Jahren immer noch jedes Jahr nach Nepal reist um Solarkocher im Himalay zu installieren.

Highlight: einer der wenigen Nepalis, die auf der Veranstaltung waren. Ein junger Mann mit verschmitztem Gesicht und einem Topi auf dem Kopf. Ein Vertreter der “Esperanto Association of Kathmandu”. Während der Diskussionsrude erhebt er sich und quasselt zehn Minuten lang auf Esperanto, bevor sein mitgebrachter Freund das Ganze auf Deutsch übersetzt. Dann wieder auf Esperanto. Ein Esperanto-Deutsches Ping-Pong Spiel bei dem die meisten Teilnehmer beinahe eingeschlafen wären. Gott sei Dank hat der Ram, Konsul und Leiter der ganzen Veranstaltung, ihn noch früh genug gestoppt.

March 31, 2007

Ein bisschen Nepal in Deutschland

Er sagte: “Können wir uns morgen treffen?” Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher. Wollte ich ihn sehen? Jetzt schon? Vor vier Wochen kehrte ich nach Deutschland zurück. Vielleicht war es an der Zeit. Ich hatte es ihm immerhin versprochen. Immer und immer wieder. Doch nun war ich mir auf einmal nicht mehr danach. Ich wollte nicht noch mehr an das erinnert werden, was mir gerade so sehr fehlte.

Eine Fliege saß aussen an der Fensterscheibe und ich starrte sie an. Als gäbe es gerade nichts anderes auf der Welt. Nur mich und diese Fliege. Die eigentlich eher ein Brummer war. Ein großes, fettes, schwarzes Ding, dass sich die Flügel putzte. Treffen? Nicht treffen?

Wir verabredeten uns um fünf. In dem Cafe unter seinem Büro. Ein edeler Ort, in dem ich vorher noch nie gewesen bin. Er lud mich zu einem Milchkaffee ein. Der erste wieder in Deutschland. Mit ganz viel Milchschaum und ein bisschen Schokopulver obendrauf. Und dann begann ich zu erzählen und die Bilder waren wieder deutlich da. Bilder von Tempeln und Märkten, Reisfeldern, Straßenkindern, Rikshen.. alles wieder da. Mir stiegen die Tränen in die Augen. Ich hätte gern, doch ich konnte es nicht vor ihm verbergen. Und dann erinnerte er mich daran, dass es für soviel Asienweh keine Grund gibt. “Man muss nur hinsehen, dann findet man es auch hier sagte er.”

Und er hatte Recht. Auf einmal sah ich den pakistanischen Kioskbesitzer, der in unbeobachteten Momenten immer Hindifilme im Hinterzimmer sieht; ich sah die wunderhübsche Südinderin, die einen kleinen Schneiderladen am Barbarossaplatz hat und Sarees und Kurthas verkauft; ich witzelte mit dem Sikh, der sich immerum frischen Koreander bemüht und dessen Turban immerzu locker sitzt und ihm von der Stirn rutscht; ich betrat ein internationales Telefonlädchen, in dem nur Hindi gesprochen wurde; ich small-talkte mit dem nepalesischen Koch im Buy Buy Restaurant und freute mich über den Studenten aus Kathmandu, der in Köln Chemie studiert.

Ja, er hatte Recht.

March 21, 2007

Buddha Boy ist weg

In Kathmandu gehts drunter und drüber….. die Vereinigung der nepalesischen Handelskammern -Federation of Nepalese Chamber of Commerce and Industries (FNCCI) hat einen Bhand - einen Streik- ausgerufen. Die Maoisten wollten mal wieder einen Hotellier erpressen. Der wollte nicht zahlen und wurde verprügelt. Nun wird nix mehr produziert und die Hotelliers drohen damit ihre Hotelgäste rauszuschmeissen. Bilder auf ekantipur.com: protestierte Menschen am Durbar Square.

Und wovon berichten deutsche Medien? Hiervon:

KATHMANDU

«Buddha Boy» aus Nepal erneut verschwunden

Ein 16 Jahre alter Junge aus Nepal, den viele Gläubige für eine Wiedergeburt von Buddha halten, ist erneut verschwunden. Der Junge habe den Platz, wo er seit mehr als zwei Monaten meditiert habe, am Donnerstag verlassen.

Seitdem sei er unauffindbar, sagte ein Mitarbeiter der Polizei in Jijgadh, rund 150 Kilometer südöstlich von Kathmandu. Der junge Mann mit dem Namen Ram Bahadur Bamjon habe anwesenden Gläubigen lediglich gesagt, dass er zum Meditieren nun an einen anderen Ort gehen müsse.

Er war bereits einmal für rund zehn Monate verschwunden und erst im Dezember wieder aufgetaucht. Seit seinem erstmaligen Auftreten 2005 sind über 100 000 Menschen an den Ort seiner Meditation gepilgert, ein dichtbewachsenes Waldgebiet im Südosten des Landes. Dort sass der junge Mann mit gekreutzten Beinen neben einem Baum. (sda) Artikel senden Artikel drucken Zurück Seitenanfang

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February 25, 2007

Matinas Hochzeit




Geschenke

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Matinas Geschichte ist eine außergewöhnliche in Nepal. Auch heute noch, wo sich Tradition und Moderne besonders in Kathmandu immer mehr vermischen. Wo westliche Denkensweisen Einzug halten und Jahrhunderte alte Riten in Vergessenheit geraten lassen.

Matina gehört zur Kaste der Bajrachariya. Die höchste und traditionellste Newarkaste im Kathmandutal. Ihr Vater hatte eigentlich eine Hochzeit mit einem wohlsituierten Bachjracharia-Mann vorgesehen, doch vor sechs Jahren verliebte sich Matina in Rupesh. Ein junger, gutaussehender, charmanter Mann mit einem kleinen Laden und einer netten Familie. Jedoch einer anderen Kastenzugehörigkeit. Lange verschwieg Matina ihre Beziehung gegenüber ihren Eltern und als sie es ihnen nach mehreren Jahren endlich sagte, bekam der Vater einen Tobsuchtsanfall. Er dulde so etwas nicht. Soetwas sei unerhört, in der Gesellschaft nicht akzeptiert, geradezu widerlich. Er schrie sie an, flehte sie an, drohte ihr, doch Matina blieb standhaft und nach all den Jahren heiratete sie gestern ihren Rupesh. Eine intercaste love-marriage. Eine Liebesheirat und eine Heirat zwischen den Kasten. Ohne die Akzeptanz ihre Vaters, der weder zur Zeremonie kam noch einen cent zu den Feierlichkeiten hinzusteuerte. Ihr Bruder und ihre Mutter hatten das Geld aus den Einkünften des kleinen Schneiderladens und seinen Auftritten als Schlagzeuger zusammengespart.

Früh am morgen kamen bereits Matinas beste Freundinnen in die kleine Wohnung der Familie. Stundenlang frisierten sie die Braut, bemalten ihre Füße und Hände mit rotem Henna, steckten ihr Blumen ins Haar und legten ihr Goldschmuck an. Und immer wieder wurden die Falten des Rubinroten Sarees zurecht gezupft und die gold-roten Armbänder neu drapiert. Es gab Tee und Jalees – frittierte Teigkringel-, doch Matina konnte vor Aufregung gar nichts essen. Dann wurde sie in ein Zimmer zur Verabschiedungszeremonie gebracht. Dort wurden ihr Platten mit getrocknetem Fisch und Mandarinen und Frittiertem gereicht. Armreifen und Handtücher, Cremes und eine rote Strickjacke und eine Wolldecke und noch viele andere Dinge. Es wurden eine Unmenge Fotos gemacht und jeder bekam am Ende einen Dotzen roter Reisthikka auf den Kopf gedrückt. Matina wurde aus dem Haus geführt und nun fuhren alle zum Tempel.

Ein kleine Anlage am Fuße von Sawaymbhul. Während die meisten Gäste draussen warteten, wurde das Ehepaar in einen dunklen Raum geführt. Dort wartete auch schon der Pandit- der Priester. Immer wieder wurde ihm von den Verwandten Geld zugestreckt. Seine Bezahlung für die Zeremonie, die dauerte eine gute Stunde.

Und dann sah ich den Ort an dem späte die 250 Gäste empfangen werden sollten und beinahe hätte ich angefangen zu weinen. Ein halbfertiges Haus nahe des Bagmati Flusses über dem die schwarzen Riesenkrähen kreisten. Der Boden matschig, die Wände unverputzt und hässlich und grau, die Treppe aufs Dach dem Einsturz nahe. Nur gut, dass es den Tag vorher schon geregnet hatte und deshalb nun erst mal kein Tropfen mehr zu erwarten war. Man konnte Manjils Gesicht ansehen, dass er sich schämte, doch für mehr habe das Geld einfach nicht gereicht. So bin ich kurzerhand losgefahren und habe ein Dutzen Blumen gekauft. Wegen dem immer noch anhaltenden Streik im Terrai gab es nicht die allerschönsten Exemplare, doch etwas war besser als nichts. Unter der skeptischen Begutachtung der Brautmutter und ihrer Freundinnen begann ich, die maroden Wände mit roten Rosen zu verzieren und die von der Decke hängenden schwarzen Stromleitungen in Blumengirlanden zu verwandeln. Nach einer Weile fingen auch die Nepalis Feuer und halfen mir, so dass nach mehreren Stunden Arbeit wenigsten ein bisschen feierliche Atmosphäre entstand.

Naja, ich war dann gerade noch ganz stolz als die ersten Gäste in ihren Prachtsarees und Festtagsanzügen anmarschierten, als die Mutter anfing alle auf das Dach zu bitten. Das sah noch viel baufälliger aus, aber nun gut. Es geht bei so einer Hochzeit eh nur um die Ablieferung der Geschenke und um das Essen. So saßen die Gäste dann auf ausgerollten Bastmatten und asen als Vorsnack Erdnüsse und gegrilltes Büffelfleisch und frittierte Prawnships und tranken Merinda und Pepsi. Während unten das sogenannte Catering-Team das Hauptmahl zubereitete. Das sogenannte Catering-Team bestand aus einem öligen Dickbäuchigen, schwitzenden Koch und seinem kleinen, dreckigen Gehilfen und noch ein paar komischen Gestalten, die einfach überall zu viel Öl benutzten und bestimmt auch mal ins Dhal geascht haben. Manjils Großvater fand die Truppe ganz faszinierend. Er sass die ganze Zeit hinter ihm und reichte ihm von Zeit zu Zeit den 1 Kilo Salzsack oder eine Kippe.

250 Gäste wurden dann erst auf das Dach zur Geschenkübergabe geleitet und dann verköstigt. Mit viel Büffelfleisch und geschlagenem trockenen Reis.

February 20, 2007

Because the sky is so high




in den Senffeldern

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Lied, dass ich mit Prabhat geschrieben habe. Eine Hoerprobe gibt es dann wenn ich wieder in Deutschland bin. Wir Westler fragen ja gerne nach dem warum. “Why do you always ask why?” fragte mich Prabhat mal…… die Nepali Antwort lautet: “Because the sky is so high.”

I flew in from above
from another world
Reaching down to this country
Touching sacred earth

It was a shame there was no peace
Querrols going on
Under Red flags people forced to fight
Revolution going wrong

Bridge and Chorus:
But still I felt at home at once
But still I want to stay
And they ask why?

Because of mountains, of rice fields, of tempels and ghats
Because of momos, of spirits and sadhus and yaks

And they ask why?
Because the sky is so high

Some smells in the air
And jams on the street
It is moving nowhere
When will this country suceed?

Talking and ruming around
Solution came near
Meetings by high men
People wanted was peace to be clear

Bridge and chorus:
But still I felt at home at once
But still I want to stay
And they ask why?

Because of sunsets, of Buddha, of bells and snow peaks
Because of Tika, of smiles and childrens cheeks

And they ask why?
Because the sky is so high

February 16, 2007

Das Fest der Maobadi

Die Sonne scheint in Kathmandu. Es ist der erste Tag, an dem es wieder wärmer in der Stadt und das Tal nicht mehr von Nebel umhüllt ist. Der erste Tag an dem man den Frühling spüren, die Berge des Himalaya sehen kann. Majestätisch erheben sich die schneebedeckten 8000er hinter den Hügeln des Tales. Und es ist der erste Tag, an dem Prachanda, der Anfuehrer der nepalesischen Maoisten, vor der breiten Öffentlichkeit eine Rede für seine Anhänger hält. Heute sind die Straßen rot. Heute feiern die Maos das Jubiläum ihrer Revolution. Am 13. Februar 1996 proklamierten  militante Maoisten den sogenannten „Volkskrieg“ in Nepal. Sie bildeten nach dem Vorbild der peruanischen Bewegung des „Leuchtenden Pfades“ die gewalttätige Guerilla-Bewegung Maobadi. Diese fordert soziale Gleichheit, die Abschaffung der Monarchie und die Diktatur des Proletariats. Eine Woche nach dem die kommunistische Partei Nepals den „peoples war“ erklärte, äußerte sich der damals zuständige Minister noch wie folgt: „Ich bin mir sicher, dass wir diese Kriese in vier bis fuenf Tagen unter Kontrolle kriegen koennen.“ Am Ende dauerte der Bürgerkrieg zehn Jahre.

Heute strömen aus allen Himmelsrichtungen Prachandas Anhänger nach Tundhikel, dem zentralen Platz im Herzen Kathmandus. Rote Flaggen so weit mein Auge reicht. Ein Anblick, den ich nach fünf Monaten Kathmandu schon gewöhnt bin. Denn auch ohne speziellen Anlass, kann man die roten Fahnen mit der Sichel und dem Hammer überall auf den Straßenlaternen entdecken. Doch soviel rot wie heute war wohl noch nie. Es lässt sich schwer ausmachen, wer nun wirklicher Anhänger der Maoisten ist, oder wer nur so mitläuft. Wer zwangsrekrutiert oder wer einfach nur auf dem Weg nach Hause ist. Die Grenzen sind fließend. Ein Gruppe Kinder in Schuluniform läuft lachend vorbei. Sie halten sich an den Händen und wedeln mit kleinen roten Fahnen. Einige Leute sehen aus, als seien sie gerade aus ihrem Dorf aus den Bergen ins Kathmandutal gelaufen. Tief gegerbte Gesichter, schmutzige Kleider, kaputte Schuhe. Der Durchschnittsmaoist ist geschätzte 16 und wird in überfüllten Bussen aus den umliegenden Dörfern nach Kathmandu gebracht. Ein Teil der Meute sitzt auf dem Dach, zwei Jungs haengen halb aus dem Fenster. Das maoistische Outfit besteht aus roter Fahne, einem roten Stirnband mit weißem Stern, und einem Überwurf mit Prachandas Bild auf dem Rücken. Ein schwarz-weiß Druck auf dem er aussieht wie ein Blinder. Mit einer dunklen Sonnenbrille, die seine Augen verdeckt. „Maobadi, Maobadi, Maobadi.“ Mal laufen die Maos aufgeregt umher, mal schreien sie irgendwelche Sprechchöre, mal halten sie Händchen oder sich im Arm, mal jubeln sie, mal marschieren sie nur so daher.

Die Versammlung hat Volksfestcharakter. Hier verkauft einer Eis, dort verkauft einer pinke Zuckerwatte und Kokusnusstückchen. Laute Musik dröhnt aus den Lautsprechern. In der Mitte des Platzes wehen zwei große rote Flaggen, daneben steht eine Bühne. Dort wird erst eine Art Stocktanz aufgeführt, dann tritt Prachanda ans Mikrofon. Er wird gefeiert wie ein Volksheld. Man hat ihm eine Kette aus gelben Blumen um den Hals gelegt. Er spricht in Nepali, so dass ich nur ein paar Wortfetzen aufschnappen kann. Oft fallen die Wörter „Nepal“ und „Maobadi“ und „Liberation“. Lange Jahre hielt sich der Anführer der Maoisten – bürgerlicher Name: Pushpa Kamal Dahal – im nepalesischen Hinterland versteckt. Er war einer der meistgesuchtesten Männer Südostasiens. 16 Bodyguards mit schweren Geschützen bewachten den nepalesischen Fidel Castro. Lange Jahre existierten nur zwei Fotos von ihm. Fernsehsender und Zeitungen mussten immer wieder auf die gleichen Abbildungen zurückgreifen. Und auf Erzaehlungen, die irgendwer mal irgendwann aufschnappte. Zum Beispiel, dass Prachanda taeglich ein Glas Bueffelmilch zum Fruehstuck trinkt. Seine Interviews waren berühmt. Er polarisierte durch radikale Aussagen wie: „Es gibt keine Alternative zum Volkskrieg und das Gewehr ist das beste Mittel zur sozialen Transformation. Was wir in Nepal gestartet haben, ist Teil einer weltweiten Revolution des 21ten Jahrhunderts.“ Erst im Zuge des Friedensprozesses trat er an die Öffentlichkeit. Und ließ sich dann nach der Einigung mit der Sieben-Parteien Regierung umjubeln. Nun hält er Reden, gibt Interviews, spricht vor Unternehmern in Delhi, trifft ausländische Delegationen. Als letztes informierte er deutsche Bundestagsbageordnete über seine Pläne für Nepal. Wie wird Gewaltfreiheit garantiert? Strebt er Enteignungen an? Welche Position nimmt Nepal in Zukunft zu den beiden großen Nachbarn Indien und China ein?

Ursprünglich stammt Prachanda aus einem kleinen Dorf aus dem nepalesischen Flachland, aus einer einfachen Familie. Sein Vater war Arbeiter auf einer Farm. Schon im College war Prachanda an Politik interessiert und von kommunistischen Ideen fasziniert. Er begann Bücher über Maos Revolution in China zu lesen, trat der Partei bei und wurde letztendlich führender Kopf des Volkskrieges. Ein kluger Kopf. Prachanda ist ein wortgewandter, charismatischer Mann. Er weiss, wie man rhetorische Ueberzeugungsarbeit leistet. Sein Vater sagte mal in einem Interview: „Studenten kamen in unser Haus und ich erfuhr, dass sie mit Pushpa über Politik diskutierten. Ich sagte ihm: wir sind arm, wir können uns keine Politik erlauben. Die Politik wird uns kaputt machen. Aber er hörte nicht auf mich. Auch heute noch schmerzt es mich, wenn ich höre wie viele Menschen durch die Anweisung meines Sohnes ums Leben gekommen sind.“

Gegenüber des Kundgebungsplatzes ist ein Krankenhaus. Die Pfleger haben ein paar Patienten im Rollstuhl ans Fenster gerollt. Gebannt starren sie auf das wilde Treiben auf der Straße. Niemand möchte den Aufmarsch der Maoisten verpassen. Die Brücken, die über die Hauptstraße führen sind voll mit Menschen. Sie rangeln um die besten Plätze mit der besten Sicht auf die Bühne. Ein paar machen Fotos mit einer Digitalkamera. Ich habe hier in Kathmandu noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Dabei ist es schwer ihren Gesichtern jegliche Sympa- oder Antipathien zu entnehmen. Befürworten sie, dass die Maoisten in der Hauptstadt des Landes Einzug halten? Dass die Maoisten nun mit den Sieben Parteien gemeinsame politische Sache machen. Oder befürchten sie, dass Nepal doch letztendlich ein kommunistisches Land nach chinesischem Vorbild werden wird?

Abends sitze ich mit Manjil am Indra Chwok. Ein junger Nepalese, der gerade seine Schwester gegen den Willen des Vaters verheiratet hat und sich Sorgen um die Existenz seines Tailor shops macht. Wir trinken süßen Milchtee. Vor uns baut ein Mann mit verfilztem Haar und zerissenen Hosen sein Nachtlager aus seinem Karton. Ein paar Militärs biegen um die Ecke. Sie tragen blau-graue Uniformen, haben Gewehre und Schlagstöcke dabei.. Einer klopft damit bei jedem Schritt auf den Boden. Tock, Tock, Tock. Sie halten neben uns an und mustern uns von oben bis unten. Dann gehen sie weiter.

Ein paar Straßenhunde wühlen in einem Berg verrotteten Müll. Dieser Tage streikt wieder mal die Müllabfuhr. Der gesamte Müll von Kathmandu landet in Dörfern ausserhalb der Stadt und die dortigen Bewohner haben die Nase gestrichen voll. Deshalb blockieren sie die Mülltransporte in ihre Orte. Es riecht nach Abfall und Urin und wir sprechen über die Zukunft Nepals. Manjil zuckt resignierend mit den Schultern. „ I don’t know about my future. I don’t know about the future of this country. Who knows what will happen next?”

 

 

February 14, 2007

Eine Pooja




Nepal 030

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Oder: eine kleine religiöse Kunde darüber, wie aus neun grauen Steinen neun schillernde Götter wurden.

Die Aussage, Religion sei ein wichtiger Bestandteil des nepalesischen Leben, ist untertrieben: Sie ist das Leben. Nach nepalesischer Weltsicht haben die Götter bei jedem Erfolg oder Misserfolg ihre Hand im Spiel. Deshalb gehört die Pooja, das Gebet zu Ehren der Götter, genauso wie in Indien auch im Hindustaat Nepal zum Alltag. Meine Gastmutter würde morgens das Haus nie ohne Gebet verlassen und auch nie ohne die Huldigung ihrer Götter zu Bett gehen. So gibt es die kleine, tägliche Pooja in den eigenen Wänden, oder man geht zu einem der zahlreichen Tempel. Oder man hat irgendwo einen eigenen kleinen Huldigungsort so wie die Familie von Jipendra Thapa.

„Why dont you come with us to Budhanilkantha tomorrow. We are going to make a Poojah.” Zweimal im Monat fährt die ganze Familie (insgesamt aus 20 Leuten bestehend) nach Budhanilkanta um Steine zu schmücken und Poojah zu machen. Man erklärte mir die Existenz der Steine wie folgt: als die Familie das Land kaufte und sich an die Bearbeitung des sandigen Grund machte, tauchten nach und nach –wie durch ein Wunder- diese neun großen Steine auf.

Und so kam es, dass ich auf dem Land der Familie ausserhalb von Kathmandu auf einem Hügel vor neun grauen Steinen saß und die “Puja der fünf Opfergaben” miterlebte. Es werden die fünf Gaben Blumen, Weihrauch, Licht, Sindur (gefärbtes Pulver) und Lebensmittel geopfert. Zuerst wurde der Ort des Geschehens mit Wasser gereinigt, dann bemalten die Frauen die Steine mit rot und gelb gefärbten Pulver. Es wurden ihnen kleine Röckchen aus gold-roten Stoff umgebunden und bunte Tücher oben drauf gelegt. Stein 1 wurde zu Ganesh, Stein 2-8 jeweils zu Laxmi und Stein neun verwandelte sich in irgendeinen Gott mit B (der genaue Name ist mir grad entfallen). Man hatte etliche Tüten mit auf den Hügel geschleppt, voll mit Stoffen und Farben und Armreifen und Ketten zur Verzierung der Steine. Am Ende konnte man diese gar nicht mehr als Steine erkennen. Während alle Familienmitglieder sich dann nach und nach vor den Statuen verbeugten und mit Weihrauchstäbchen wedelten, sass in einer Ecke die dicke Tante auf einem kleinen Basthocker um wurde zum Medium.

Ich konnte nur staunen: auf einmal schloss sie die Augen und die Anwesenden begannen sich vor ihr zu verbeugen. Einer nach dem anderen setzte sich dann vor sie. Und dann begann die Tante mit geschlossenen Augen zu philosophieren und Fragen zu beantworten und Weise Ratschläge zu geben. In meiner westlichen Unwissenheit fragte ich Jipendra: „What is that?“ Es war ihm ein bisschen unangenehm. „You know, ist hard to explain. Its psycho.” Ja, den Eindruck hatte ich auch.

Um es noch mal festzuhalten: Für eine erfolgreiche Pooja am Familienschrein braucht man folgende Dinge:
-Mutter, Vater, Tante, Onkel, Großonkel, Sohn, Neffe, Nichte, Tante, -Schwägerin, Enkel
-ein halbes Dutzend Orangen und Bananen
-gelbes und rotes Kukumpulver, dass mit Wasser vermischt und auf die Steine gemalt wird
-drei Kilo Räucherstäbchen zum umwedeln der Statuen
-kleine Gebetsglocken, mit denen die Kinder am Ende zu Ehren der Götter läuten können
-bunte Tücher, um sie dem Ganeshstein über den Kopf zu legen
-diverse Gaben, die vor die Statuen gelegt werden:
-Bindis, Armreifen, Nagelack, Spiegel
-kleine gold-rote Röckchen, die den Steinen umgebunden werden
-etliche Kartons voll mit Süßkram – Ladoos und Sel – das während —der Opferung zum Prasad –geweihtes Essen- wird. Nachdem die Gottheit symbolisch einen Teil der Speisen zu sich genommen hat, nimmt der Gläubige den Rest als Prasad zu sich. Ausserdem macht er sich eine Tika mit dem farbigen Puder auf die Stirn. Dies soll ihm den Schutz und Segen der Gottheit mit auf den Weg geben.

January 29, 2007

Happy returns of the Day




Busy im Hyatt

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Du hast Geburtstag in Nepal, und dann,
dann passieren folgende Dinge:
- man wünscht Dir many happy returns of the day
- Du bekommst einen Geburtstagskuchen, der größtenteils aus Schokoladencreme und Sahne besteht
- Man schenkt dir einen Paschminaschal
- Aus besonderem Anlass trägst Du einen Rock im Stil einer alten newarischen Tracht und wirst auf der Straße ausgeschmunzelt
- Zur Feier des Tages isst du einen Salatteller mit Freunden beim Thailänder
- Du wartest auf Geburtstagsgrüße von daheim, die erreichen dich jedoch wegen der Zeitverschiebung erst am nächsten Tag
- Du deklarierst das kleine Taxi mit dem Gartenschlauch ums Lenkrad zur Geburtstagslimosine
- Du versammelst Westler und Nepalis jeglicher Coleur im Irish Pub
- Deine beste Freundin ruft aus Bolivien an, als Du gerade auf einer Dachterasse stehst und du hörst sie kaum, weil die Partygesellschaft ein Stockwerk tiefer Nepalilieder grölt
- Du trinkst zuviel Ghorka- und Everestbeer und Rakshi und Cocktails und besten Tafelwein von 1821 und schwörst dir am Tag danach nie wieder zu trinken
- Man schenkt dir noch einen Schal
- Du spendierst im Büro Mamorkuchen aus der „German Bakery“
- Du tanzt mit einer Horde Nepalis zu „Video killed the Radiostar“ und „Twist and shout“
- Du erwartest ein Packet von deinem Bruder aus Indien, dass jedoch wegen einem Streik im Terrai steckengeblieben ist
- Man schenkt Dir Wimperntusche von L’oreal und Du wunderst Dich, wo man hier so etwas bekommt
- Du hast extra neue Lieder einstudiert, die dann schief werden, doch du wirst dennoch bejubelt
- Du fühlst Dich jünger als Du eigentlich geworden bist

und dann am Ende des Tages, am Ende der Nacht, wünscht Du Dir, dass du deinen nächsten Geburtstag auch wieder in Nepal feiern kannst!!

January 29, 2007

Belle Momo




Momo

Originally uploaded by daniela.singhal.

Belle Momo

Wir haben einen Momo-Abend gemacht. Was nicht bedeutet, dass wir uns aus Michael Endes berühmten und guten Werk vorgelesen haben. Bei Momos handelt es sich um eine Spezialität der tibetischen Bergvölker. Kleine Teigtaschen, die wie Maultaschen mit Gemüse und-oder Büffelfleisch (die Nepalis mögen lieber Buff Momo als die vegetarische Variante) gefüllt und im Dampfkocher gedampft werden. Man kann sie für 25 Rupees am Straßenrand kaufen oder sie für teuer Geld im Restaurant dinieren. Es gibt einmal eine runde und eine längliche Form. Auf Wunsch gibt’s auch gebratene oder Süße Momos.

Wir haben also einen Momo-Abend gemacht. Damit so ein Momo-Abend erfolgreich werden kann, braucht es folgende Dinge:
- einen Momo-instructor, sprich eine Nepali, die ihre Fertigkeit des Momo-Machens über die Jahre hin perfektioniert und nichts dagegen hat, ungeschickten foreignern ihre Kenntnisse weiterzugeben
- ein paar Kerzen, denn momentan ist ja fast jeden Abend Stromausfall in Kathmandu
- viel Platz in der Küche, denn es wird gleichzeitig gerollt, gestopft, geformt, gedampft und gegessen
- eine rohe Kartoffel, mit der man auf nepalesische Art die Töpfe einfetten kann
- groooooßen Hunger und einen besonders dehnungsfähigen Magen, denn an so einem Momo Abend bei Roshana muss jeder mindestens 20 Momos essen
- eine große Portion Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl, denn nicht jede Teigtasche kann zu einem Momo werden. Es kommt auf den richtigen Dreh an. Teigfladen samt Füllung in die linke Hand nehmen. Daumen auf die Füllung. Mit der rechten Hand eine Ecke packen und zusammendrücken. Schön feste. Und dann vorgehen wie beim Falten eines Fächers.
Ja und ich denke, dass dieser Momo-Abend höchst entscheidend für mein weiteres Leben gewesen ist. Wir haben nämlich beschlossen, dass wir ein Momo-Restaurant in Berlin aufmachen werden. Wobei dieser Plan natürlich noch höchst geheim ist. Doch das wird sicherlich der Renner! Dann lassen wir ein paar Spezialitätenköche und nepalesische Tänzerinnnen importieren, Roshana sorgt für die Unterhaltung der Gäste, zweimal in der Woche spielen die Electrix und wir sind busy mit dem Management und der Kreation neuer Momo-Variationen. Momos süß-sauer, Momos mit Sauerkraut, Momos mit Apfelmus und einer Kirsche, 4-Käse Momos, Lachs-Momos. Kreative Ideen sind immer willkommen! Ansonsten lassen wir uns einfach von Babas Ausführungen über Shrimps in „Forest Gump“ inspirieren. Und dann: Bon Appetit! Belle Momo!

January 29, 2007

30 Anzeichen plus




sadhu

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„Ein ganzes Land kann nie auf einen einzigen Begriff zurückgeführt werden und vielleicht geht der Name Nepal einer genauen Bezeichnung mehr aus dem Wege als jeder andere.“

Anzeichen, dass Du schon viel zu lange in Kathmandu/Nepal bist (von Sophia und Kerstin zum Burtseltag):
1. Du bist unglaublich busy, vor allem samstags.
2. Du denkst „going out in Thamel“ montagsabends is fine.
3. Du isst Daal Bhat zum Frühstück.
4. Du läufst auf der Strasse mit Decken um Hüften und Kopf herum.
5. Du hast absolut kein Gefühl für Verkehrsregeln.
6. Du beginnst, große Fahrzeuge mit Deinem Fahrrad zu schneiden.
7. Du lässt Dir einen langen Fingernagel wachsen um zu zeigen, dass Du nicht mehr körperlich arbeiten musst.
8. Du wunderst Dich, warum Deine Freunde zu Hause nicht jede Woche 10 DVDs kaufen.
9. Du findest, Heizungen sind überflüssige Luxusgüter.
10. Du schüttelst mit dem Kopf, wenn Du etwas bejahen willst.
11. Du findest fünf Stunden Strom am Tag sind völlig ausreichend.
12. Du thematisierst offen und auch in großer Runde den Zustand Deiner Verdauung.
13. Luftverschmutzung … welche Luftverschmutzung?
14. Du denkst „going out in Thamel“ dienstagsabends is fine.
15. Wenn Du wütend oder gelangweilt bist, kannst Du nicht anders, als irgendetwas anzuzünden.
16. Du bittest westliche Touristen um ein gemeinsames Foto.
17. Du stehst immer und überall im Weg rum.
18. Du findest Addressen überflüssig.
19. Du kannst nicht gehen, ohne jemandem Deine Business Card gegeben zu haben.
20. Du denkst „going out in Thamel“ mittwochsabends is fine.
21. Du wirfst Deinen Müll in den Vorgarten Deiner Nachbarn.
22. Du hast das unstillbare Verlangen, Menschen Tigerbalsam, Rikschafahrten oder Haschisch anzubieten.
23. Du findest es völlig normal, fünfmal am Tag ein Taxi zu nehmen.
24. Du kannst ohne drei Decken nicht mehr schlafen.
25. Du bist so busy, dass Du Donnerstag Abend mal zu Hause bleibst
26. Du findest Tee für mehr als 30 Cent unverschämt teuer.
27. Du weißt immer, was Du freitagabends machst: „going out in Thamel“
28. Du kaufst Dir Withening Cream, um so richtig schön blass auszusehen.
29. Du meckerst Deine nicht-Nepali Freunde an, weil sie so schlecht Gitarre spielen.
30. Du verstehst alle oben aufgeführten Anspielungen.

Liste lässt sich beliebig erweitern….
Du schaust eine Menge DVDs
Du findest, dass drei Stunden Bollywoodfilm NICHT zu lang sind
Du erfreust Dich an kitschiger Hindimusik im Bus
Du verbesserst den Geruch in Deinem Zimmer mit Räucherstäbchen
Du erschrickst nicht mehr, wenn es grell hinter dir hupt
Wenn Du an einem der unzähligen Tempel und Schreine vorbeigehst, hebst du die Hand an die Stirn
Du fängst an darüber nachzudenken, dass Du mit 24 ja nun schon fast zu alt zum heiraten bist
Du läufst immer auf der linken Seite der Straße
Du erfreust dich immer wieder aufs neue an der Bandmusik in Thamel, auch wenn es seit Monaten die gleiche ist
Du denkst darüber nach ein Hotel in Nepal aufzumachen
Du bist davon überzeugt, dass deine Haare nur dann gesund sind, wenn du sie mehrmals wöchentlich mit Öl massierst
Du hast Fleecepullover zu deinen Lieblingsanziehsachen erkoren
Du ließt Bücher über das Königsmassaker
Du überlegst wieder mal deinen Flug zu verschieben
Du machst jeden zweiten Abend ein Lagerfeuer, trinkst Whiskey und singst Nepali-Lieder
Die roten Flaggen der Maoisten auf den Straßenlaternen sind für dich ein gewohnter Teil des Stadtbildes geworden
Du kannst 15 Momos auf einmal essen
D rauchst die Zigarettenmarke des Königs
Du sprichst die meisten Leute mit „Diddi“ und „Dhai“ an
Du hälst Dich lieber draußen als drinnen auf
Du wunderst dich nicht mehr über Bhandas-Streiks
Du wagst auf einem indischen Exportrad durch den kathmanduischen Verkehr zu fahren
Du hast mehr Freunde als Freundinnen
Du magst Tee nur noch mit Milchpulver und fünf Löffeln Zucker
Du hast mehrmals am Tag das Verlangen Tee zu trinken
Du hast Deine eigene Verschwörungstheorie über die Machenschaften des Königs
Du denkst oft darüber nach, wann du das nächste Mal wandern gehen kannst
Du wunderst Dich nicht mehr über Frauen, die bei 3 Grad offene Schuhe tragen
Du hast Dich in einen Nepali verliebt
Du gehst mit einer Kerze duschen
Du liebst es mehrmals am Tag Reis zu essen
Du scherst Dich nicht um die Anweisungen der Polizisten im Straßenverkehr
Du wickelst bunte Decken nicht nur um deine Schultern, sondern auch mal um deine Hüfte
Momos und Thupka sind Deine Leibgerichte
„Rooming around“ gehört zu deinen wichtigsten Freizeitaktivitäten
Du findest abgeschlachtete Ziegenköpfe am Straßenrand NICHT ekelig
Du denkst darüber nach im Ratna Park joggen zu gehen
Du gibst deinen Freunden täglich mehrere „missed calls“, damit sie dich zurückrufen, weil du mal wieder dein Handy account nicht aufgeladen hast
Du willst, wenn Du zurück kommst, ein Momorestaurant in Deutschland aufmachen.
Die Dunstwolke über der Stadt siehst Du schon gar nicht mehr
Du wunderst dich nicht mehr über wildfremde Menschen, die dich auf der Straße grüßen
Dich wundert eigentlich fast gar nichts mehr